Die italienische Schweiz

Schon bald werden die Kisten und die Koffer gepackt. Es geht zurück in das deutsche Land 😊 Doch zuvor machen wir eine kleine aber sehr feine Abschiedstour durch drei Orte der Schweiz. Den Start machte die italienische Schweiz, das Tessin:

Die ersten drei Nächte unserer Abschiedstour, verbrachten wir in dem schönen Tessin. Es befindet sich im Süden der Schweiz und wird auch die italienische Schweiz genannt. Die sonnige Region beeindruckt mit einer malerischen Berglandschaft, dem mediterranen Flair sowie vielen charmanten Dörfchen und wunderschönen Seen. Hauptsächlich wird in dieser Region der Schweiz italienisch gesprochen. Doch viele verstehen oder sprechen auch Deutsch. Wir kamen am 1. August an. Also am Geburtstag der Schweiz und dem höhsten Schweizer Feiertag. Überall hingen Schweizer Flaggen und abends wurde mit einem Fest und Feuerwerk ausgelassen gefeiert. Wir als Eltern konnten die feuchtfröhliche Stimmung nur erahnen, denn wir blieben in unserem Hotelzimmer und fielen mausemüde ins Bett.

Hotel & Restaurant

Wir checkten in einer alten Villa mit grünen Fensterläden ein: Albergo Ristorante Centovalli. Passend zum Tessin war das Hotel von Palmen und Bergen umringt. Unser Zimmer war mit einer gemütlichen Terrasse ausgestattet. Dort genossen wir das Sommerkino, bei einer Folge „Sopranos“ auf der Laptop-Leinwand. Kurz zur Erklärung, es ist eine ältere US-Serie (1999-2007) über einen Mafiaboss, der zur Psychotherapie geht. 

Beim Abendessen saßen wir an einem typischen Tessiner Granittisch. Als Überdachung bot sich uns ein wunderschönes üppiges Weinblätterdach mit roten und grünen Trauben, die romantisch runterhingen. Als abends die Lichterkette angeknipst wurde, die in der Blätterranke hang, war das in diesem Moment der perfekte Sommerhimmel. Das Essen war frisch und sehr köstlich, der Wein ein Träumchen.

Ein typisches Tessiner Grotto, in dem wir am dritten Abend speisten

Das Zimmer selbst war klein, Duschen und Toiletten befanden sich auf dem Gang. Doch wir hatten eine tolle Terrasse und einen hervorragenden Blick auf die Berge und die schönen Palmen. Alles war tip top sauber. Die Umgebung war jedoch das Beste daran. In 5 Gehminuten erreichten wir eine wunderschöne Naturkulisse: Die Schluchten der Maggia.

Die Maggia Schlucht

Die Naturkulisse, die nur wenige Meter von unserer Unterkunft lag, war der Fluss Maggia (mein polnischer Spitzname, ital. Maggia ausgesprochen, pol. geschrieben „Madzia“) mit ihren gigantischen Steinen und einer atemberaubenden Schlucht. Das Wasser schlängelt sich durch alle Felsen und Steine hindurch und ist dabei glasklar und ordentlich kühl. Die Kletterei mit Mathilda auf den riesen Steinen war gefährlich, doch wir haben es unbeschadet überstanden. Der Ort ist ein kleiner Juwel! Wegen der Kälte und der gefährlichen Stellen ist Vorsicht geboten, doch ansonsten einfach nur sehenswert. Marc war noch zwei Male alleine dort, während ich mit einer schlafenden Mathilda meine me-time genoss. Er kam jedes Mal begeistert und abgekühlt zurück.

Spaziergang über dem Lago Maggiore

Am ersten Tag fuhren wir mit der Seilbahn auf 1340 Meter, auf die Cardada. Dort gab es einen tollen Barfußpfad und einen schönen Ausblick auf den Lago Maggiore. Weiter nach oben ging es mit dem Sessellift. Mathilda saß ganz still dar und bestaunte den Aufstieg.

Oben angekommen wanderten wir auf die Cima della Trosa 1869 müM. Es war zwar eine kleine Wanderung, doch ich nenne es mal einen Spaziergang. Es waren ca. 30-40 Gehminiten bis zum Gipfel. Weiter oben hatten wir ein herrliches Rundumpanorama auf den Lago Maggiore und die umliegende Berg- und Tallandschaft. Am Gipfelkreuz aßen wir ein paar Kleinigkeiten zu Mittag, dann ging es runter auf einen tollen Spielplatz und anschließend schauten wir uns das schöne Städtchen Ascona an:

Ascona

Das kleine Städchen Ascona hat rund 5500 Einwohner und liegt direkt am Lago Maggiore. Es ist der tiefstgelegene Ort der Schweiz. Unser erster Eindruck von Ascona: „Woe, was ein cooler Spielplatz“.

Der zweite Gedanke, der mir kam: Wunderschöne Promenade!  Die einen hielten ein Eis in der Hand, die anderen tranken einen Kaffee oder aßen eine lecker aussehende Speise. Das Urlaubsgefühl stellte sich sofort ein. Mathilda sah plötzlich überall Eis und fing an es einzufordern. Bisher haben wir sie von Zucker und Süßem so gut es nur ging ferngehalten und es gab ein selbstgemachtes Smoothie-Eis, doch so langsam integriert sie sich in unsere zuckersüchtige Gesellschaft 😀 Naja, im Urlaub wird das Leben einfach gelebt! 

Ascona ist voll von Kleidungs- und Kunstboutiquen, Cafes an der Promenade und gemütlichen Restaurants zwischen den schmalen Gassen. Doch am schönsten war es mit Mathilda die Füße in den Lago Maggiore zu dippen und den Moment ihrer überraschenden und freudigen Äugelein zu beobachten.  

Die Bedeutung von TI

Das Tessin ist wunderschön und bietet noch viel mehr als ich berichten konnte oder wir gesehen und erlebt haben. Beispielswiese waren wir noch in Locarno. Dort findet zurzeit das wichtigste und größte Filmfestival der Schweiz statt, bei dem Stars wie Emma Thompson, Jackie Chan oder Willem Dafoe erwartet werden.

Doch irgendwie fühlt sich das Tessin nicht wie die Schweiz an. Für die Schweiz ist es dafür zu warm, zu palmig und überall gibt es Pizza und Pasta. TI ist das Kennzeichen der Tessiner. Die Bedeutung liegt doch auf der Hand: TI= trotzdem Italien 😀 Auch, wenn die Schweiz das Stück Land vor langer Zeit Italien abgekauft hat, so bleibt es für mich eher italienisch.

Unsere zweite Destination war der Hasliberg

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3 Comments

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