Im Zelt am Klöntalersee
Hey! Hier bin ich wieder. Lange stand mein Blog still. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen kam der Sommer um die Ecke und wir waren viel unterwegs. Zum anderen gibt es eine große Neuigkeit, die in den letzten Wochen viel Raum eingenommen und mich einiges an Energie gekostet hat. Ich mache es kurz und knapp: Wir ziehen zurück nach Deutschland!
Ende September möchten wir zurück ins Rheinland ziehen. Es gab deshalb viel zu tun. Angefangen bei der Wohnungssuche, bis hin zu Telefonaten und Klärungen zum Thema Zoll, Krankenkasse, Um- und Anmeldung oder dem beruflichen Wiedereinstieg bei unseren deutschen Arbeitgebern.
So, jetzt ist die Katze aus dem Sack! 😉 Der Blog wird aber weiterhin existieren, nur anders heißen. Denn schließlich enden unsere Abenteuer nicht, sie wechseln nur die Ortschaft.
Ich mache weiter, weil mir das Schreiben große Freude bereitet. Das hier sind keine herausragenden Texte und ich sehe mich nicht als eine Bloggerin. Dieser Blog ist mein Hobby. Ich lade dich somit herzlich dazu ein weiterhin ein Teil davon zu sein.
Doch bevor wir Basel verlassen, gibt es noch viel zu entdecken. Unser letzter Sommer in der Schweiz. Das müssen wir unbedingt noch auskosten. Im August werden wir eine kleine Abschiedstour in der Schweiz machen, doch bis dahin gibt es noch die Wochenenden, die wir nutzen können, um etwas in der Nähe zu erleben. Anfang Juli entschieden wir uns für zwei Übernachtungen im Zelt am Klöntalersee.
Inhalt
ToggleAuf dem Campingplatz
Bevor unser Campingabenteuer starten konnte, mussten wir erst einmal in ein neues Zelt investieren. Das 30-jährige Aldi Zelt für zwei Personen, das im Keller geduldig auf seinen nächsten Einsatz wartet, ist noch gut erhalten, doch mit Kind definitiv viel zu klein. Bei Decathlon kauften wir uns somit ein Familienzelt, Campingtisch, -Stühle und ein -Schrank mussten auch mit.
Mit einem vollbepackten Auto ging es am Freitagnachmittag los. Im Normalfall hätten wir für die Strecke 1:40 Std. gebraucht, an diesem Freitag waren es jedoch 3 Std. Fahrt (schnauf). Zwei Unfälle und viel Verkehr, typischer Start in die Sommerferien. Auf dem Campingplatz Güntlenau kamen wir somit recht spät an. Es muss ungefähr 19 Uhr gewesen sein. Doch dann ging alles ganz schnell. Das Zelt war innerhalb einer halben Stunde aufgebaut. Um 20 Uhr wurde mithilfe des Gaskochers ein schnelles Essen gezaubert und schließlich durfte Mathilda die Luftmatratze als Erste testen.
Erst nachdem alles stand und Mathilda in den Schlaf fand, konnte ich mich erstmals ganz bewusst und in Ruhe umschauen. Woew, was ein Anblick! Eine majestätische Berglandschaft, direkt vor und um uns herum. Genau nach diesem Anblick hatten wir große Sehnsucht. Die friedliche kraftvolle Stille lag plötzlich wieder vor uns.
Die Nacht war eisig. Wir mussten uns gut aneinander kuscheln, um die Nacht warm zu überstehen. Der Klöntalersee liegt auf 850 m Höhe, sodass die Nächte etwas kühler ausfallen, als weiter unten in Basel. Um 7 Uhr ertönte mein persönlicher Wecker. Eine zarte und energiegeladene Stimme rief: „Maaaamaaa“. Es war Zeit aufzustehen. „Gerne“, dachte ich. Ich freute mich auf den Tag! An einem anderen Ort und im Urlaub aufzustehen, fällt mir einfach leichter. Du kennst es vielleicht?! Porridge, eine Tasse Kaffee und die aufgehende Sonne über der traumhaften Bergkulisse. So könnte jeder Samstagmorgen beginnen. Mathilda lief aufgeregt über die Zeltwiese und es sah ein wenig so aus, als würde sie jedes einzelne Zelt genauestens inspizieren. Am liebsten wäre sie auch in jedes Zelt hineinspaziert. Als nächstes wurde jeder Hund von Mathilda persönlich begrüßt und gestreichelt. Ausgiebig und mit viel Ruhe versteht sich.
Allgemein war die Stimmung auf dem Campingplatz sehr locker, sodass ich keine Sorge hatte, dass sich jemand an einem Kleinkind stören könnte. Vor allem gab es genug andere Kinder. Das ist wohl das Schöne an einem Campingurlaub, es gibt viele Familien mit Kindern. 24/7 an der frischen Luft und in der Natur sein. Ideale Bedingungen für Kinder (und Erwachsene).
Wanderung zur Schwammhöhe
Am späten Vormittag joggte Marc eine Runde um den See. Währenddessen kuschelten Mathilda und ich uns aneinander und genehmigten uns einen tiefen und erholsamen Schlaf im Zelt. Wirklich! – selten so gut geschlafen 🙂 Nach einem sehr gesunden Mittagessen am schönen Camping-Kiosk (Pommes:D) spazierten wir zum Gasthaus Schwammhöhe. Eine einstündige Wanderung, die stetig nach oben führte. Ganz simpel und auch in 45 min und Birkenstocks machbar. Dort angekommen bestaunten wir das wunderschöne Panorama. Der türkisblau leuchtende See und die Berge ringsum, herrlich! Mathilda ist auf dem Weg dorthin in der Kraxe eingeschlafen und wir hatten eine halbe Stunde Paarzeit. Eis, Kaffee, Salat und noch mehr Pommes. Für Mathilda gab es nach dem Schläfchen noch viel zu entdecken. Ein Spielplatz und viele Menschen zum Anlächeln.
Im kalten Wasser
Trotz angenehmer 20 Grad, haben wir vor und nach dem Spaziergang zur Schwammhöhe ein Bad im Klöntalersee genommen. Es war kalt, aber unheimlich erfrischend und wohltuend. Ich wiederhole mich, aber es muss noch ein letztes Mal gesagt werden: Der Anblick der felsigen Wände war auch vom Wasser aus atemberaubend schön.
Am Sonntagvormittag packten wir alles zusammen und fuhren Heim. Kaum zu glauben, dass wir nur einen Tag auf dem Campingplatz verbrachten, denn es fühle sich an wie eine Woche. Im Erst, ich konnte ziemlich schnell abschalten und mich erholen.
Danke an meinen tollen Mann für dieses schöne Wochenende! 🙂
PS. Ich wünsche dir einen schönen Sommer voller Abenteuer und Erholung!
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