Plötzlich Kleinkind

Das ist die Geschichte von unserem lustigen kleinen zweieinhalbjährigen Neinhorn. Kennst du das gleichnamige Kinderbuch? Es geht um ein Einhorn, das zu allem „NEIN“ sagt. Es trifft auf seinem Weg nach Nirgends noch den WASbären (Waschbär), der schlecht hört und immer nur „WAS?“ fragt, den NaUnd (Hund), der immer nur „Na und?“ fragt und die KönigsDOCHder, die…ihr wisst schon 😀 Aberwitziges Buch. Das Buch ist ab 3 Jahren empfohlen, doch Mathilda ist jetzt schon begeistert davon. Sie verkleidete sich bereits an Karneval als das NEINHorn und möchte es immer und immer wieder vorgelesen bekommen.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich dir von meinem kleinen Neinhorn berichten. Naja, vielmehr geht es hier um mein kleines Baby, das plötzlich zu einem Kleinkind wurde 🙂 

Der Weg vom Baby zum Kleinkind sah bei Mathilda so aus:

Mit 18 Monaten fing Mathilda an zu laufen. Im Vergleich spät- doch ich machte mir zu keinem Zeitpunkt Sorgen, da sie stetig Fortschritte machte. Ganz nach dem Motto: Jedes Kind hat sein eigenes Tempo!  Zudem sagte mir eine Mamafreundin und Ergotherapeutin, dass Mathilda vermutlich hypermobil wäre, was zu ihrer gelenkigen und beweglichen Art passen würde. Die Bänder sind bei einer Hypermobilität lockerer, der Muskelaufbau dauert länger und im Vergleich fangen die Kinder etwas später an zu laufen. Heute rennt sie schon wie eine Große und nimmt richtig Tempo an. Ganz ihr Papa 😀

Mit dem Laufen hat sie sich Zeit gelassen, doch das Sprechen kam sehr schnell. Heute spricht sie für ihre 2,5 Jahre hervorragend, wie ich finde. Sie bildet bereits lange und komplexe Sätze und hat einen großen Wortschatz. Mathilda bleibt ständig wachsam und neugierig, wenn neue Wörter hinzukommen. Sie wiederholt das Gesagte und versucht das Neue zu verinnerlichen- ich kann ihr beim Denken und Abspeichern von Wörtern förmlich zusehen. Sie stellt viele Fragen „Was machen wir?“, „Was/Wer ist das?“ …. und hat eine Idee nach der nächsten.

Und natürlich hat sie, wie alle Kleinkinder, ihren eigenen Kopf. Wenn der Kopf überladen oder gereizt ist, wird das Wasserglas ausgekippt oder Gegenstände lernen fliegen. Wenn der Kopf ausgeglichen und frei ist, dann ist Mathilda sehr phantasievoll, unheimlich fröhlich und lebendig. Mal ist sie die kleine Hexe, die auf ihrem Besen fliegt (Nachgeahmt aus den Erzählungen „Die kleine Hexe“ von Lieve Baeten- Empfehlung!), mal die böse Fee oder sie ahmt „Mama Magda“ nach. Sie singt und tanzt wahnsinnig gerne und ist eine kleine Partymaus, die jede Feier ordentlich zelebriert. Wichtig ist ein schönes Kleid, in dem sie sich drehen kann. Gute Musik natürlich, zu der sie abzappeln kann. Und schließlich sollte es auf einer Feier einen Kuchen oder am liebsten eine Torte geben, die sie mit einem „Schmeckt gut!“ oder „Lecker!“ kommentiert und in nur wenigen Bissen verspeist. 

Das kleine Nein-Horn, wäre nicht das Nein-Horn, wenn es nicht öfters und in aller Deutlichkeit „Nein“ sagen würde. Nein zum Anziehen, Nein zum Essen oder Nein zum Laufen. Doch wie bei vielen (allen!) Kindern, hilft es auch bei Mathilda mit ihr „in Beziehung zu gehen“. Vertrauenspersonen kennen sie am besten und wissen meist was sie braucht. Eine zugewandte Haltung, ruhige Stimme und Kompromissbereitschaft helfen.

Zum „Nein“ kam auch vor kurzem das „ALLEIN ALLEIN!“ hinzu. Selbstständigkeit muss und will gelernt sein 🙂 Das kann je nach Energielevel auch ganz schön fordernd für uns Eltern sein. Doch am Ende versuchen wir Kompromisse einzugehen und einen guten Weg für alle zu finden. Vieles kann sie bestimmen und machen, z.B. ihr Brot alleine schmieren oder auch mal ihr Outfit wählen. Doch überall gibt es Grenzen, die wir als Eltern transparent und konsequent durchsetzen, besonders bei wichtigen Dingen gibt es keine Diskussionen, z.B. beim Zähneputzen – da gibt es kein „heute nicht“ 😀 

Es ist bezaubernd Mathilda beim Wachsen zuzusehen. Gleichzeitig aber erschreckend wie schnell die letzten zweieinhalb Jahre vergangen sind. Ich kann es manchmal gar nicht fassen, dass ich so ein wundervolles und großes Kind habe, das schon so enorm viel kann und sich sehr bald große Schwester nennen darf! 

Der errechnete Termin für unseren Sohn ist der 14.06., doch es könnte jeden Moment losgehen. Dann zieht ein weiterer kleiner Mensch bei uns ein und wird unser Leben noch bunter und wilder machen. Wir freuen uns sehr darauf! Auch wenn Mathilda anfangs fest davon überzeugt war eine Schwester zu bekommen, so freut sie sich mittlerweile sehr auf ihren Bruder 🙂

Ich hoffe sehr, dass das neue Kapitel als vierköpfige Familie einen guten und gesunden Start nehmen wird und ich sowohl meinem kleinen Nein-Horn, als auch dem kleinen Merlin gerecht werden kann.

Das nächste Mal, wenn du von mir hier hörst, werde ich zweifache Mutti sein 😀  uuuff!

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2 Comments

  1. Kasia

    😍😍😍😍

    1. Magda

      Ein dicker Kuss geht raus!

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