Sieben Monate „Happy Baby“

„Ein Kind verändert alles“. Das sagten mir viele Menschen vor Mathildas Geburt. Erst jetzt verstehe ich, was sie mir damit sagen wollten. Ich ging davon aus, dass sie damit Schreckliches meinten: Nie wieder ausschlafen, wenig Paarzeit und alles dreht sich nur um das Kind. Meine Vorstellung: Es würde sich einiges ändern, aber auch irgendwie nichts. Mit der einen Ausnahme, dass nun ein Baby bei uns wohnen würde. Wer war wohl näher an der Realität dran? 😀

Ja, ein Kind verändert alles! Der kleine Mensch hat uns ordentlich den Kopf verdreht. 

Sie ist für uns das größte Geschenk!

Die bedingungslose Liebe

Diese wahnsinnige LIEBE zu ihr wächst mit jedem neuen Tag weiter. Ihr Lachen verzaubert uns jeden Tag aufs Neue. Ich stehe gerne mehrmals in der Nacht für sie auf und verzichte auch für sie gerne auf Veranstaltungen wie Partys oder Konzerte. Alles was ich mir wünsche ist bei ihr zu sein. Ich bin glücklich, wenn sie glücklich ist. Hört sich das nicht verrückt an? So fühlt es sich für mich an Mama, zu sein. Ich bin stolz auf jeden Pups und jede kleine neue Geste, die sie macht. Ich bin so happy Mathildas Mama zu sein und ganz stolz auf unsere kleine Familie.

Ich habe mich verändert

Ich habe mich verändert. Meine ganze Umgebung betrachte ich seitdem ich Mutter bin neu. Meine Gedanken kreisen oftmals um mein Kind. Es können ganz simple Sorgen oder Alltagsfragen sein, mit denen ich mich beschäftige. Ist Mathilda satt geworden? Wurde sie heute genug gefordert aber auch nicht unter- oder überfordert? Hat sie genug frische Luft bekommen? Geht es ihr gut?

Vor dem Kind war es mir wichtig die Wohnung picobello aufgeräumt zu haben. Alles hatte seine Ordnung. Ich bin immer noch ein ordnungsliebender Mensch, doch es steht nicht mehr ganz oben auf meiner To-Do-Liste alles aufzuräumen und mich deswegen verrückt zu machen.

Auch gruselige Tagträume gehören nun zu meinem Alltag. Es sind kurze Horrorszenarien, die mir mein Hirn zusammenstellt. Danke übrigens dafür. Je nachdem in welcher Situation ich mich befinde, kommen grausame Bilder in meinen Kopf (die mich womöglich vor den Gefahren warnen wollen). Gehe ich mit Mathilda eine Treppe runter, so kommt ein Bild, in dem ich ganz theatralisch stolpere und Mathilda mir aus der Hand fällt. Wenn ich ihr die Nägel schneide, dann kommt ein Bild wie ich mit der kleinen stumpfen Schere ausrutsche und ihr irgendwas Anderes wegschneide. Gehen wir über die Straße, dann … du weißt schon.

Ich sags dir, ich brauche keine Horrorfilme mehr, ich habe meine eigenen! 😀

Was sich sonst noch verändert hat...

Auch die Beziehungen, die ich führe, haben sich verändert. Ob zu meinem Partner, meinen Eltern, Schwiegermama, meiner Schwester oder meinen Freunden. Die Beziehungen leiden entweder oder sind intensiver oder reifer geworden. Alles ist dabei. Ich habe Nachforschungen angestellt und ein paar Mama-Freundinnen gefragt, wie es bei ihnen aussieht. Sie sagten ALLE, dass es Veränderungen gibt. Scheint also völlig normal zu sein! Manchmal schade, um die Beziehungen, die vorher so gut liefen und sich nun so schwer anfühlen. Dafür freue ich mich, dass die Beziehungen zu manchen Menschen auch intensiver geworden sind. Mit meiner Schwester zum Beispiel kann ich mich ganz offen über alles austauschen. Unsere Mädels sind mit einem Abstand von drei Monaten zur Welt gekommen. Schade nur, dass wir uns nicht öfters sehen können 🙁 

Ich habe gemerkt, dass es unheimlich wertvoll, heilsam und schön sein kann unter Mamas zu sein und sich mit ihnen auszutauschen. Ich kann im Austausch mit einer Mama so viel Hilfreiches erfahren und gleichzeitig Energie tanken.

Denn mein Energielevel hat sich ebenfalls verändert. Natürlich liegt es auf der Hand, woran es liegt. Madame möchte immer noch (seit Tag 1) alle 2-3 Stunden gestillt werden, auch in der Nacht. Tagsüber wäre es wirklich kein Problem, doch die Schlafunterbrechungen in der Nacht schlauchen und ich komme so langsam an meine Grenzen. Morgens bin ich so müde, dass ich Mathilda auf der Spielmatte spielen lasse und auf der Couch noch etwas schlafe (noch krabbelt sie nicht). Ich habe Haarausfall, meinen Teint würde ich als „pigmentgestört“ und „blass“ beschreiben (Schön, dass es Make-Up gibt!) und meine Stimmung ist sehr wechselhaft, wenn du verstehst was ich meine 😀 Ja, so sieht das Energielevel mit einem Baby aus. Und auch an diesem Punkt meiner Erzählung möchte ich betonen, dass ich gerne Mutter bin und die Zeit trotz allem sehr genieße.

Mein Alltag ist ebenfalls anders geworden. Normalerweise würde ich entweder zur Arbeit gehen oder ausschlafen. Zurzeit sieht es so aus, dass Mathilda den Ton angibt und mir sagt was ich tun soll. Meist stehe ich um 6 oder halb 7 auf und versuche zu überleben 😀 Kaffee oder eine heiße Dusche sind meine Wachmacher. Es ist erstaunlich, aber trotz allem schaffe ich es noch aufzuräumen, Spaziergänge oder andere Unternehmungen zu machen, mich zu pflegen, mit Mathilda zu spielen und sie zu versorgen. Ein paar Workouts oder Yoga Minuten sind in einer guten Woche auch drin. Ich habe es in meinem ersten Beitrag zu Mathildas Geburt auch schon geschrieben, aber ich kann es nicht oft genug sagen; Wahnsinn, was wir Frauen leisten können. Ich bin stolz auf uns Mamas 🙂

Papa

Doch auch die Papas sind für unsere Kinder enorm wichtig. Ich bin ganz froh Marc an meiner Seite zu wissen. Er ist ein ganz toller Papa! Auch, wenn er viel Arbeit hat und in seiner jetzigen Position viel Verantwortung trägt, macht er des Öfteren früher Feierabend, um noch etwas Zeit mit Mathilda zu verbringen. Er interagiert unaufgeregt und natürlich mit ihr, albert aber auch gerne mit ihr herum. Ich liebe es zu beobachten wie sehr sie sich freut ihn zu sehen, wenn er durch die Tür reinkommt. 

Steckbrief "Happy Baby"

Mathilda ist am 28.10. geboren und somit sieben Monate alt. Die Zeit ist langsam als auch ganz schnell vergangen. Ich kann mich da nicht entscheiden. Jedenfalls waren es sieben wunderschöne und intensive Monate, voller Kuscheleinheiten und vieler neuer Abenteuer.

Mathilda wiegt zurzeit 7660 g, ist 70 cm groß unser Sonnenschein, unser kleiner Lachsack und Witzbold. Sie ist unser „Happy Baby“. Nicht nur, weil sie die Yoga Pose „Happy Baby“ so gut beherrscht (wie viele Babys im 5/6 Monat), sondern auch, weil sie gerne und zu jeder Gelegenheit lacht. Selbst nach ihrer OP diese Woche, bei der eine gutartige Zyste entfernt wurde, lachte sie uns bereits eine Stunde nach dem Eingriff fröhlich an. Sie ist ein sehr neugieriges und bewegungsfreudiges Baby. Manchmal ist sie aber auch gerne die Beobachterin, die vorsichtig und zurückhaltend reagiert. Besonders bei Essen ist sie noch recht zaghaft. Sie gibt uns gut zu verstehen was sie mag, was sie braucht und was eben nicht. Es heißt (Reggio-Pädagogik), dass Kinder 100 Sprachen sprechen. Sie kommunizieren also nicht nur mit der Lautsprache, sondern auf unterschiedliche Art und Weise. Die Kommunikation zwischen mir und Mathilda hat irgendwie Witz. Wenn unsere Blicke sich treffen, ist alles klar.

Was kann ich dir noch so über unsere Mathilda erzählen…? 

Sie wird gerne in der Trage (Ergobaby) getragen. Sie braucht ihren Nucki (Schnuller) nur zum Schlafen und sie liebt es, wenn wir ihr etwas vorsingen. Zurzeit ist das Kinderlied „mh, mh macht der grüne Frosch im Teich“ ein Hit. Vor einem Monat war der Massageball von dm sehr begehrt, heute ist sie an allem interessiert, was auf dem Tisch steht und liegt. Alles was knistert ist schon mal toll. Sie experimentiert auch gerne mit Stapelbechern oder musiziert mit dem Besteck. 

Die Kauleiste wurde schon hell, doch die Zähne lassen noch auf sich warten. Beißringe oder Massagestäbe werden eingesetzt, wenn die Kauleiste mal (kommt selten vor) jucken sollte. Die Schlafenszeit ist jeden Abend gleich, zwischen 18:30 und 19:00 Uhr. Das ermöglicht mir und Marc abends noch etwas gemeinsame Zeit zu verbringen. Am liebsten schläft sie Bauch an Bauch kuschelnd ein. Ich liebe es 🙂

Ich könnte dir noch viel mehr erzählen (sehr viel mehr :D), aber das würde hier denke ich den Rahmen sprengen. Und somit erzähle ich noch kurz über Mathildas ersten Flug.

Der erste große Urlaub

Mathilda ist eine kleine Rumtreiberin. Sie war mit ihren wenigen Monaten schon mehrmals im Urlaub. Als sie 2 Monate alt war, ging es für sie für fünf Tage in den Schwarzwald. Dort feierten wir mit unserer Familie Weihnachten. Das war ihr erster kleiner Urlaub. Anfang Mai feierten wir ihren sechsten Monat auf Mallorca. Ich war ganz aufgeregt und gespannt wie das Fliegen wohl klappen würde. Was tun, wenn du dich mit einem schreienden Baby, das Ohrenschmerzen hat, in luftiger Höhe eingesperrt in einem Flugzeug befindest? Nichts. Du machst nichts. 

Bei uns war es aber ganz anders. Mathilda war tiefenentspannt. Sie nuckelte an ihrem Nucki für den Druckausgleich und schaute sich die Wolken aus dem kleinen Fenster an. Als wir zurückflogen, schlief sie sogar die 2 Stunden durch. Besser ging es nicht.

Wir hatten eine traumhaft schöne Zeit auf Mallorca. Mit unserem Mietwagen fuhren wir die Serra de Tramuntana entlang und hielten in jedem schönen Dörfchen an. Wir spazierten durch Palma, machten einen Strandtag und bewunderten die Natur, die diese schöne Insel zu bieten hat. Thildi machte alles super mit. Sie schien die Wanderungen in der Natur von der Trage aus zu genießen. Wenn sie müde war, schlief sie. Wenn sie Hunger hatte, war ich zur Stelle. Programm hatte sie ja genug. Lediglich die Schlafenszeiten waren unruhiger als hier Zuhause, denn abends gingen wir meistens auswärts was essen. Aber auch das nahm sie uns nicht böse.

Ich bin sehr dankbar Mathilda in unserem Leben zu haben und freue mich auf weitere aufregende Monate mit ihr und ihrem Papa 🙂

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